Wertermittlungsverordnung: Vorläufer der Immobilienwertermittlungsverordnung

In der Wertermittlungsverordnung von 1988 wurde festgelegt, nach welchen Prinzipien der Verkehrswert von Immobilien ermittelt werden musste. Die Verordnung diente als praxisbezogener Leitfaden für Immobiliengutachter, Banken, Versicherungen und Gutachterausschüsse, der bei jeder Immobilienbewertung angewendet wurde. 2010 wurde die Wertermittlungsverordnung von der reformierten Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) abgelöst. Die Reform war nötig, weil sich in der Zwischenzeit die…
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Enteignung Grundstück: Voraussetzungen und Durchführung

Eine Enteignung von Grundstücken darf laut Gesetz nur erfolgen, wenn dies dem Allgemeinwohl dient. Denn sie bedeutet einen schwerwiegenden Eingriff in das im Grundgesetz verankerte Eigentumsrecht. Die Durchführung der Enteignung von Grundstücken ist an Kriterien geknüpft. Gesetzliche Voraussetzungen für das Enteignungsverfahren Der Artikel 14 Absatz 1 im Grundgesetz schützt das Eigentum. Allerdings wird dieses Grundrecht…
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Liegenschaftskataster: Register aller Flurstücke

Das Liegenschaftskataster (Kataster) ist ein öffentliches Register, in welchem alle Flurstücke eines Landes verzeichnet sind. Als Flurstücke werden die einzelnen Parzellen bezeichnet, die im Hinblick auf die Bebauung und wichtige Geoinformationen genau definiert werden. Dieses Grundstücksverzeichnis beinhaltet alle Informationen über die Verhältnisse der Grundstücke an der Erdoberfläche, die durch Vermessung gewonnen werden. Bestandteile des Liegenschaftskatasters…
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Immobilienbewertung für die Erbschaftssteuer

Als Anlass für die Reform der Erbschaftssteuer im Jahr 2009 ist laut Bundesverfassungsgericht hauptsächlich die ungerechte, gegen das Gleichheitsgebot verstoßende Bewertung von Vermögensteilen. Seit der Erbschaftssteuerreform sollen nun alle Schenkungs- und Erbschaftsgegenstände in der Art bewertet werden, dass die Ergebnisse dem Verkehrswert bzw. dem so genannten „gemeinen Wert“ möglichst nahe kommen. In der Regel sind…
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Bauland

Im Bereich eines Bebauungsplans liegende, baureife Grundstücke, die bereits an eine Straße mit Gehsteig und alle Versorgungsleitungen angeschlossen sind, werden als Bauland bezeichnet. Bauland ist häufig in Zusammenhang mit bebauten Ortsteilen und ausgebauter Infrastruktur zu finden.
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Ungetrennter Hofraum

Grundstücke, bei denen die Außengrenzen vermessen wurden, jedoch nicht die innerhalb eines Hofraumes gelegenen, einzelnen Grundstücksflächen werden als ungetrennter Hofraum bezeichnet. Da die Teilflächen nicht katastermäßig erfasst wurden, sagt das Grundbuch in diesen Fällen über die genaue Größe und Lage nichts aus. Hier werden die Grundstücke nur als “Anteil an einem ungetrennten Hofraum” aufgeführt. Hauptsächlich…
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Reallast – eingetragene Grundstücksbelastung

Die Reallast bezeichnet das im Grundbuch eingetragene Recht einer Person, wiederkehrende Leistungen aus einem Grundstück zu verlangen. Anders als bei einer Hypothek oder Grundschuld muss es sich dabei nicht um Geldzahlungen handeln. Im Gegensatz zur Dienstbarkeit führt diese Grundstücksbelastung jedoch nicht zu einer Nutzungsbefugnis des Grundstücks. Der Eigentümer, der zur Erbringung der Leistung verpflichtet ist,…
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Rohbauland

Als Rohbauland werden nach dem Baugesetzbuch Flächen bezeichnet, die für eine bauliche Nutzung vorgesehen sind, während die Erschließung noch nicht gesichert abgeschlossen ist. Dazu zählen auch Grundstücke, die für eine bauliche Nutzung aufgrund von Form, Größe und Lage unzureichend ausgestattet sind. Es kann sich bei Rohbauland also auch um Grundstücke innerhalb eines geschlossen bebauten Ortsbereiches…
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Sanierungsgebiete

Durch eine Satzung legen Gemeinden Sanierungsgebiete förmlich fest. Eigentümer, deren Grundstücke und/oder Immobilien in einem Sanierungsgebiet liegen, müssen sich mit den Trägern der Sanierung auseinandersetzen, da die Verfügung und Bestimmung über ihre Grundstücke / Immobilien begrenzt ist. Gemäß § 136 ff. BauGB unterliegen bestimmte Rechtsvorgänge einer besonderen Genehmigungspflicht. Städtebauliche Missstände werden mithilfe von stadtbaulichen Sanierungs-,…
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Sanierungsmaßnahmen

Im § 136 BauGB finden sich die gesetzlichen Grundlagen zu Sanierungsmaßnahmen; insbesondere bezüglich städtebaulichen Erneuerungen. Ein öffentliches Interesse verfolgend, umfassen städtebauliche Sanierungsmaßnahmen das Beheben von Missständen, Umgestaltungen sowie Modernisierungen innerhalb von einem Sanierungsgebiet. Moderne Anforderugnen an eine gesunde Wohn-/Arbeitsumgebung werden bei der Erneuerung vorhandener Baustrukturen befolgt. Grundstücks- beziehungsweise Immobilieneigentümer behalten sanierte Grundstücke/Immobilien in aller Regel,…
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