Ein Beleihungswertgutachten ist ein Gutachten, das den sogenannten Beleihungswert einer Immobilie feststellt. Dieser Wert ist für Banken und Kreditinstitute wichtig, wenn eine Immobilie als Sicherheit für einen Kredit oder eine Finanzierung dienen soll. Der Beleihungswert gibt an, wie viel Geld die Bank im Falle einer Verwertung der Immobilie zuverlässig zurückerhalten würde.
Unterschied zwischen Verkehrswert und Beleihungswert
Viele Laien verwechseln den Verkehrswert mit dem Beleihungswert. Der Verkehrswert ist der Preis, den eine Immobilie aktuell am Markt erzielen könnte. Er hängt stark von Angebot, Nachfrage und aktuellen Trends ab. Der Beleihungswert hingegen ist vorsichtiger kalkuliert. Banken berücksichtigen dabei mögliche Wertschwankungen und gehen von einem langfristig erzielbaren Wert aus. Deshalb liegt der Beleihungswert in der Regel etwas unter dem Verkehrswert.
Wofür wird ein Beleihungswertgutachten benötigt?
Ein Beleihungswertgutachten wird in erster Linie bei der Vergabe von Immobilienkrediten erstellt. Es dient der Bank als Grundlage, um zu entscheiden:
• Wie hoch darf der Kredit sein?
• Welche Sicherheit bietet die Immobilie?
• Wie groß ist das Risiko für die Bank?
Wer erstellt ein Beleihungswertgutachten?
Das Gutachten wird von unabhängigen, geprüften Sachverständigen oder Gutachtern erstellt, die über spezielle Kenntnisse im Bereich der Immobilienbewertung verfügen. Banken haben hierfür manchmal eine eigene Immobilienabteilung oder beauftragen Fremdfirmen aus diesem Bereich.
Warum ist das Beleihungswertgutachten wichtig für Eigentümer?
Für Eigentümer oder Kaufinteressenten ist ein Beleihungswertgutachten hilfreich, um die Finanzierungsmöglichkeiten realistisch einschätzen zu können. Wer den Beleihungswert seiner Immobilie kennt, weiß, in welcher Höhe ein Kredit wahrscheinlich gewährt wird. So lassen sich spätere Überraschungen vermeiden.


