Rohbauland ist ein Begriff, der im Baugesetzbuch und in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) definiert wird. Es handelt sich dabei um Flächen, die für eine bauliche Nutzung vorgesehen sind, aber noch nicht vollständig erschlossen sind.
Was ist Rohbauland?
Als Rohbauland werden Flächen bezeichnet, die für eine bauliche Nutzung vorgesehen sind, deren Erschließung jedoch noch nicht abgeschlossen ist. Dazu zählen auch Grundstücke, die aufgrund ihrer Form, Größe oder Lage nicht optimal für eine Bebauung geeignet sind. Rohbauland kann sich sowohl innerhalb eines geschlossen bebauten Ortsbereichs als auch in neu erschlossenen Gebieten befinden.
Rechtliche Grundlagen
Der Begriff Rohbauland wird in Deutschland in § 5 Abs. 3 der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) definiert. Demnach handelt es sich um Flächen, die zwar für eine bauliche Nutzung vorgesehen sind, aber noch nicht vollständig erschlossen sind. Die Erschließung muss jedoch so weit fortgeschritten sein, dass sie ohne größere Hindernisse abgeschlossen werden kann.
Nutzung von Rohbauland
1. Bauliche Nutzung: Rohbauland ist für die Bebauung vorgesehen, sei es für Wohnhäuser, Gewerbegebiete/Gebäude oder öffentliche Einrichtungen.
2. Investitionsmöglichkeiten: Rohbauland kann eine attraktive Investition sein, da es oft günstiger ist als voll erschlossene Grundstücke.
3. Erschließungskosten: Bei der Nutzung von Rohbauland müssen die Erschließungskosten berücksichtigt werden, die je nach Standort und Erschließungsgrad variieren können.
Vorteile und Nachteile von Rohbauland
Vorteile
• Günstiger Preis: Rohbauland ist oft preiswerter als voll erschlossene Grundstücke.
• Flexibilität: Die Bebauung kann individuell geplant werden, da das Grundstück noch nicht bebaut ist.
Nachteile
• Erschließungskosten: Die Kosten für die Erschließung können hoch sein und müssen bei der Planung berücksichtigt werden.
• Unsicherheiten: Bis zur vollständigen Erschließung können rechtliche und technische Hindernisse auftreten.


