Der Drempel ist ein Begriff, welcher im Zusammenhang mit dem Dachausbau eines Hauses häufig fällt. Denn der Drempel kommt ausschließlich im Dachgeschoss vor. Jedoch gibt es auch Gebäude, beispielsweise Häuser mit Flachdach oder Stadtvillen, welche ohne einen Drempel errichtet werden. Bei dem Drempel handelt es sich um eine gerade Wand. Diese wird zwischen der Geschossdecke und der Dachschräge errichtet. Durch die Höhe des Drempels wird die Nutzfläche im Dachgeschoss maßgeblich beeinflusst.
Was ist der Kniestock?
Der Drempel wird auch häufig als Synonym zum Kniestock verwendet. Jedoch existieren Unterschiede. Der Kniestock ist eine Verlängerung der Außenwand an der Traufseite eines Hauses. Der Kniestock hat den Vorteil, dass die nutzbare Fläche im Dachgeschoss steigt und je nach Höhe ein vollständiger Ausbau möglich wird. Jedoch ist ein Kniestock in der Regel teurer, wodurch bei günstiger Bauweise häufig ein Drempel gewählt wird. Wie hoch der Kniestock sein darf, hängt von der ortsüblichen Bebauung ab. In der Regel wird eine Höhe von mindestens einem halben Meter empfohlen.
Welchen Einfluss hat der Drempel auf die Nutzungsmöglichkeiten?
Anders als der Kniestock hat der Drempel maßgeblichen Einfluss auf die nutzbare Wohnfläche. Denn dieser bildet nicht wie der Kniestock die Außenwand, sondern wird im inneren des Gebäudes eingesetzt. Dadurch geht durch den Drempel Wohnfläche verloren. Der Dachsparren liegt dadurch nicht auf einer Wand, sondern auf der Fußfette als tragendem Element auf.
Weitere Nachteile ergeben sich durch die Höhe des Drempels. Wer einen niedrigen Drempel bauen möchte, wird das Dachgeschoss nicht als Wohnraum nutzen können.
Wie hoch sollte ein Drempel sein?
Im Bebauungsplan wird oftmals die Höhe des Drempels festgelegt. Jedoch existieren keine einheitlichen Vorschriften. Dadurch ist die Höhe sehr variabel. Dabei gilt, je höher der Drempel ist, desto besser lässt sich die Fläche des Dachgeschosses nutzen. Ein niedriger Drempel reduziert die nutzbare Fläche.


