Kaufnebenkosten sind alle zusätzlichen Ausgaben, die beim Kauf einer Immobilie neben dem eigentlichen Kaufpreis entstehen. Viele Käufer unterschätzen diese Kosten, obwohl sie einen deutlichen Anteil der Gesamtausgaben ausmachen können. Zu den Kaufnebenkosten gehören unter anderem die Grunderwerbsteuer, die Notar und Grundbuchgebühren sowie eventuelle Maklerkosten. Wer die Kaufnebenkosten frühzeitig einplant, kann seine Finanzierung sicherer gestalten.
Kaufnebenkosten Notar und Grundbuch
Ein großer Teil der Kaufnebenkosten entfällt auf Notar und Grundbuch. In Deutschland muss jeder Immobilienkauf notariell beurkundet werden. Der Notar erstellt den Kaufvertrag, erläutert die Inhalte und sorgt für eine rechtssichere Abwicklung. Zusätzlich entstehen Kosten für das Grundbuchamt, zum Beispiel für die Eigentumsumschreibung oder die Eintragung einer Grundschuld. Insgesamt liegen die Kosten für Notar und Grundbuch meist bei etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises.
Kaufnebenkosten Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist ein fester Bestandteil der Kaufnebenkosten und wird von den Bundesländern erhoben. Sie fällt immer dann an, wenn eine Immobilie oder ein Grundstück den Eigentümer wechselt. Die Höhe liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Da diese Steuer den größten Einzelposten der Kaufnebenkosten bildet, sollte sie unbedingt im Budget berücksichtigt werden. Hier finden Sie eine praktische Tabelle nach Bundesländern mit der Grunderwerbssteuer.
Kaufnebenkosten Maklerprovision
Wenn ein Makler am Kauf beteiligt war, gehört auch die Maklerprovision zu den Kaufnebenkosten. Seit der Regelung von 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer bei Wohnimmobilien die Provision in den meisten Fällen. Die Gesamthöhe variiert regional, üblich sind etwa 5 bis 7 Prozent des Kaufpreises inklusive Umsatzsteuer, wobei der Käufer meist die Hälfte trägt. Wer privat ohne Makler kauft, spart diesen Betrag komplett ein.
Kaufnebenkosten für Finanzierung und weitere Gebühren
Zusätzlich zu den bekannten Posten können weitere Kaufnebenkosten entstehen. Dazu zählen zum Beispiel Gebühren für die Eintragung der Grundschuld, mögliche Bereitstellungszinsen der Bank oder Kosten für ein Wertgutachten, sofern die finanzierende Bank eines benötigt. Wenn es um eine sachkundige Bewertung Ihrer Immobilie geht, dann können Sie uns gerne kontaktieren. Diese zusätzlichen Ausgaben fallen individuell verschieden aus. Wer alle Kaufnebenkosten realistisch kalkuliert, hat eine verlässliche Grundlage für die gesamte Immobilienfinanzierung.


