Erbbaurecht – eigenes Haus ohne eigenes Grundstück

Unter Erbbaurecht versteht man ein dingliches Recht, das es dem Inhaber erlaubt, auf einem Grundstück, das nicht sein Eigentum ist, ein Haus zu erbauen. Üblicherweise wird das Erbbaurecht für 99 Jahre bestellt. Ohne Grundstückseigentümer zu sein, kann man also ein Eigenheim bauen. Das Recht wird im Grundbuch eingetragen und kann, wie der Name es sagt,…
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Erbbaurecht / vertraglicher Inhalt

Für einen Erbbaurechtsvertrag ist die notarielle Beurkundung unabdingar; es handelt sich um ein schuldrechtliches sowie dingliches Recht. Folgende Vereinbarungen lassen sich gemäß § 2 und 5 ErbbauVO mit dinglicher Wirkung festhalten: Instandhalten, errichten und verwenden von Bauwerken Das Versichern von Bauwerken, um bei einer Zerstörung den Wiederaufbau zu sichern Übernehmen öffentlich-rechtlicher Abgaben und Lasten Verpflichten…
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Erbbaurecht / Erbbauzins

Erbbauberechtigte, die von Grundstückseigentümern Rechte eingeräumt bekommen, haben dafür ein Entgelt zu entrichten – Ausnahmen, beispielsweise bei Vereinen, bestätigen diese Regel (§ 9 ErbbauVO). Mittels Erbbauzins, der als Reallast im Erbbaugrundbuch festgehalten wird, wird dieses Entgelt zur wiederkehrenden Leistung; alternativ funktioniert auch eine Einmalzahlung. Mit oder ohne Anpassungsklauseln lässt sich der Erbbauzins vereinbaren.
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Erbbaurecht / Bodenwertanteil

Den Bodenwertanteil im Erbbaurecht ermittelt man über diese finanzmathematische Methode: Ausgehend vom Verzinsungsbetrag vom Bodenwert (Liegenschaftszins) wird der Erbbauzins abgezogen, der gesetzlich und vertraglich erzielbar ist. Die entstehende Differenz wird mit dem Barwertfaktor (zusammengesetzt aus Real- und Liegenschaftsszins) multipliziert.
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